"KEINE ZEIT "
Das neue Album von SCHÖNGEIST - RELEASE 25.Februar 2011
Integration ist (aktuell) ein streitbares Thema.
Die deutsch-türkische Gruppe SCHÖNGEIST reagiert auf die Thematik in ihrer ganz eigenen Art und veröffentlicht am 25. Februar mit dem Titel „Keine Zeit“ ein Album, das Integration weit über die gängige Diskussionsebene hinaus präsentiert.
Als gebürtiger Bayer mit türkischen Wurzeln hat Sänger und Komponist Timur Karakus für orientalische und abendländische Musik gleichermaßen ein Gespür. Und mit ihm die Fähigkeit, das jeweils Schöne darin zu entdecken und barrierefrei in seiner Musik ineinanderfließen zu lassen. Ganz so wie Karakus es als deutsch-türkischer Kosmopolit in dritter Generation das für völlig selbstverständlich empfindet. “Die auf den ersten Blick so gegensätzlich wirkenden Musik-Spielarten passen viel besser zusammen, als man auf Anhieb denken mag”, weiß er – und die Erkenntnis besitzt für ihn symbolischen Charakter. Erst 2006 gegründet, haben SCHÖNGEIST für ihr interkulturelles Schaffen in diesem Jahr die Deutsche Musikförderung erhalten.
Für den multikulturellen Musiker ist die Verbindung beider Welten selbstverständlich. Es ist die logische und längst überfällige Konsequenz seiner Generation. Karakus setzt damit etwas auf hohem musikalischem Niveau um, was aktuell Gegenstand von mitunter niveaulosen Grundsatzdiskussionen ist – und zwar, weil er dank seines Kunstverständnisses längst auf diesem höheren Niveau lebt. Kulturelle Hintergründe, auch da ist sich Karakus sicher, relativieren sich angesichts wirklich gravierender menschlicher Themen ohnehin – und in dem Punkt sind sich auch alle Kulturen gleich. Auf seinem neuen komplett in deutscher Sprache gehaltenen Album “Keine Zeit” beschreibt er daher die immer schneller durchs Leben hetzende Menschheit und das im Grunde einsame Umherirren der modernen Gesellschaft. Ein Problem, mit dem jedermann, egal welcher Herkunft, konfrontiert ist.
Doch es gibt auch direktere Stücke auf “Keine Zeit”:
Auf dem Stück „Halbmondfinsternis“ setzt sich Karakus kritisch mit der aktuellen „Kopftuch-Thematik“ auseinander. Er erinnert darin an Mustafa Kemal Atatürk als (geistigem) Vater der Türkei und an seine freiheitliche Politik. „Der Song soll sich an die heutige Generation wenden, so auf die Art - schaut mal was aus euch geworden ist und was ihr aus dem gemacht habt, wofür die Türkei seit Atatürk doch eigentlich steht“, erklärt der Musiker. Als Gast-Songwriter hat EISBRECHER-Sänger und DMAX-Moderator Alexx Wesselsky bei einigen Stücken mitgewirkt, unter anderem bei dem Song „Halbmondfinsternis“. Hier haben die beiden Musiker auch textlich zusammengearbeitet.
"Heute sind alle Nationen der Erde fast Verwandte geworden oder bemühen sich, es noch zu werden. Infolgedessen muss der Mensch nicht nur an die Existenz und das Glück derjenigen Nation denken, der er angehört, sondern auch an das Vorhandensein und Wohlbefinden aller Nationen der Welt.“ - Mustafa Kemal Atatürk
